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Silikonprodukte unter der Lupe – was solltest du wissen, bevor du wieder zu ihnen greifst?

2025-05-23

Silikon in Backpapier, Kosmetika oder Küchenzubehör war bis vor kurzem noch kein Grund zur Sorge. Heute wird immer häufiger über seine Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt diskutiert. Erfahren Sie, was sich durch die neuen Vorschriften ändert, welche Produkte Sie besser meiden sollten und worin eigentlich der Unterschied zwischen einer sicheren Wahl und einer Marketingfalle besteht.

 

Was steckt wirklich in Produkten aus Silikon? Wir decken verbotene Inhaltsstoffe auf, über die nicht gesprochen wird

Das Wort „Silikon“ mag harmlos klingen, doch dahinter verbirgt sich mehr, als man denkt. Tatsächlich handelt es sich bei Silikonen um eine ganze Gruppe chemischer Verbindungen, von denen einige als umweltschädlich und potenziell gesundheitsschädlich eingestuft wurden. Besonders umstritten sind dabei die cyclischen Silikone – D4, D5 und D6 –, die sich in lebenden Organismen anreichern können und nur schwer aus dem Grundwasser zu entfernen sind. Die Europäische Kommission hat bereits vor einigen Jahren begonnen, diese Verbindungen genauer unter die Lupe zu nehmen, was zu Verboten und Beschränkungen in Kosmetika und nun auch in Produkten, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, geführt hat.

Wenn du bisher nicht auf die Zusammensetzung von Silikonprodukten geachtet hast, ist jetzt vielleicht der beste Zeitpunkt, dies zu ändern. Die gesetzlichen Änderungen kamen nicht von ungefähr – sie resultieren aus einer realen Gefahr. Die Beschränkungen für D4 und seine Derivate zielen darauf ab, die Emission von Substanzen zu verringern, die sich nicht auf natürliche Weise abbauen und die Umweltqualität beeinträchtigen können. Für dich bedeutet das eines: Bevor du zu einem Produkt mit Silikon greifst, überprüfe, ob der Hersteller angibt, dass die Normen eingehalten werden. Nicht jedes Silikon ist eine Gefahr, aber es lohnt sich zu wissen, welche davon im Fokus stehen.

 

Silikonprodukte und die neuen EU-Vorschriften

Das Silikon-Paradoxon: Warum bedeutet „ökologisch“ nicht immer „sicher“?

Auch wenn es widersprüchlich klingt: Nicht jedes als ökologisch gekennzeichnete Produkt ist zwangsläufig vollständig sicher für Gesundheit und Umwelt – das gilt auch für Silikone. Obwohl sie oft als langlebig, wiederverwendbar und frei von Schadstoffen beworben werden, erfüllen viele von ihnen nicht die Normen für den Gehalt an D4, D5 und D6, und ihre zyklischen Varianten können in die Gewässer gelangen. Darüber hinaus enthalten einige der sogenannten „Öko“-Silikone nach wie vor Beimischungen von Fluor, BPA oder anderen Verbindungen, die gerade durch neue EU-Vorschriften eingeschränkt wurden. Das Problem ist, dass solche Informationen selten auf der Verpackung zu finden sind – und selbst ein aufmerksamer Verbraucher kann in die Irre geführt werden. Achte bei der Auswahl von Silikonprodukten nicht nur auf das Etikett, sondern auch auf Zertifikate und die Herkunft des Rohstoffs. Wenn der Hersteller keine Details angibt, sollten Sie sich überlegen, ob Sie wissen, was Sie kaufen – insbesondere bei Produkten, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

 

Silikonprodukte und die neuen EU-Vorschriften: So lassen Sie sich nicht von Produkten täuschen, die den Normen nicht entsprechen

Die EU-Vorschriften sollen den Verbrauchern das Leben nicht erschweren – ganz im Gegenteil, sie sollen bewusste Entscheidungen erleichtern. Ab Februar 2025 gelten neue Vorschriften für Verpackungen und Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Diese führen unter anderem ein Verbot von BPA sowie Grenzwerte für PFAS-Substanzen ein. Was bedeutet das für Sie? Vor allem, dass Produkte aus Silikon, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, nun deutlich besser gekennzeichnet sein und bestimmte Normen erfüllen müssen. Wenn du z. B. ökologisches Backpapier   kaufst, hast du die Chance, den Kontakt mit diesen Verbindungen zu vermeiden, aber nur dann, wenn das Produkt tatsächlich gemäß den neuen Anforderungen entwickelt wurde. Denke daran, dass Gesetzesänderungen nicht sofort den gesamten Markt verändern – viele Hersteller verkaufen weiterhin ältere Produktversionen, die den früheren Vorschriften entsprachen. Verlasse dich daher nicht nur auf das Aussehen der Verpackung. Achte immer auf Angaben zum Herstellungsdatum, zu aktuellen Zertifikaten und zur Zusammensetzung. Im Angebot von SlowPack findest du eine große Auswahl an   ökologischen Verpackungen, die die Anforderungen für Produkte erfüllen, die für den Kontakt mit Lebensmitteln bestimmt sind – dazu gehören u. a.   Einwegverpackungen für Kekse oder biologisch abbaubares Verpackungspapier für Lebensmittel, die sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt unbedenklich sind.

 

 

Silikonfreies Backpapier – eine gesunde Wahl oder ein Marketingtrick?

Backpapier ist etwas, nach dem man instinktiv greift – es soll bequem und praktisch sein. Doch immer häufiger wird darauf hingewiesen, dass es sich lohnt, etwas genauer auf seine Zusammensetzung zu achten. Die meisten Blätter sind mit Silikon beschichtet, was das Backen erleichtert, doch nicht alle Formen dieser Verbindung sind so unbedenklich, wie es den Anschein haben mag. Insbesondere cyclische Silikone (D4, D5, D6) sind umstritten – sie können in die Umwelt gelangen, und bei hohen Temperaturen besteht die Gefahr, dass sie in die Lebensmittel übergehen. Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich des Vorhandenseins von BPA und PFAS, die in Diskussionen über die Sicherheit von Küchenmaterialien immer häufiger auftauchen. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen nach silikonfreiem Backpapier suchen, das eine klare Zusammensetzung hat und keine unnötigen Zusatzstoffe enthält – einfach etwas, das man ohne Bedenken in den Backofen schieben kann. Wenn du dich für ein Produkt mit einer klaren Zusammensetzung und entsprechender Kennzeichnung entscheidest, gewinnst du nicht nur mehr Seelenfrieden, sondern auch ein echtes Gefühl der Kontrolle darüber, was in deine Küche gelangt.

 

Silikone in Kosmetika – ein Inhaltsstoff, der immer mehr Fragen aufwirft

Wenn du Kosmetika magst, die die Haut glätten oder dem Haar Glanz verleihen, verwendest du wahrscheinlich Produkte mit Silikonen – und daran ist nichts auszusetzen. Silikone gelten seit Jahren als Inhaltsstoffe, die die Textur verbessern, das Kämmen erleichtern und die Haltbarkeit von Make-up verlängern. Ein Problem entsteht jedoch, wenn zyklische Silikone wie D4, D5 oder D6 in der Zusammensetzung enthalten sind, die ab 2027 in der Europäischen Union bei einer Konzentration von über 0,1 %fast vollständig verboten sein sollen. Sie sind schwer biologisch abbaubar, und es wird auch immer häufiger über ihre potenziellen Auswirkungen auf den Hormonhaushalt und die Gewässer gesprochen. Das ist eine große Umstellung für die Hersteller, die ihre Rezepturen anpassen müssen, aber auch eine gute Gelegenheit für dich, zu prüfen, ob die Zusammensetzung deiner Lieblingskosmetika keine Inhaltsstoffe enthält, die bald vom Markt verschwinden könnten. Die gute Nachricht ist, dass immer mehr Marken wirksame Produkte mit reiner Zusammensetzung anbieten – ohne umstrittene Zusatzstoffe.

 

Silikonprodukte und Sicherheit

Produkte mit Silikon – Sicherheit, Anwendung und Vorschriften

Vergleich von Produkten mit Silikon: Anwendung, rechtlicher Status, wesentliche Risiken sowie Ökologie/Zertifizierungen
Produkt / ZusammensetzungAnwendung / KontaktRechtlicher Status (EU)Was ist zu beachtenÖkologie / Zertifikate
Cyclische Silikone D4 / D5 / D6Kosmetika (Glättung, Glanz); Kontakt mit Haut/HaarenEingeschränkt; in Kosmetika letztlich bei einer Konzentration von 0,1 % (>) fast verboten (angekündigter Termin – 2027)Bioakkumulation; Persistenz in der Umwelt; mögliche Migration in GewässerNein – wählen Sie Formeln „ohne D4/D5/D6“
Dimethicone (lineares Silikon)Kosmetika (Textur, Gleitfähigkeit); Kontakt mit Haut/HaarenZulässig im Rahmen der allgemeinen Sicherheitsanforderungen für KosmetikaKann das Haar/die Haut belasten; schwerer abwaschbar; überprüfe die vollständige ZusammensetzungUnter Vorbehalt – erwäge „silikonfreie“ Alternativen
Silikonisiertes BackpapierKontakt mit Lebensmitteln; hohe TemperaturenZulässig, sofern die Migrationsgrenzwerte eingehalten werden und die Kennzeichnung für den Kontakt mit Lebensmitteln vorliegtMigrationsrisiko bei hohen Temperaturen; prüfen Sie „BPA/PFAS-frei“, Herstellungsdatum und KonformitätserklärungenUnter bestimmten Voraussetzungen – wählen Sie Produkte mit klar beschriebenen Inhaltsstoffen und Zertifikaten
Backpapier ohne SilikonLebensmittelkontakt; BackenSollte eine Konformitätserklärung für den Kontakt mit Lebensmitteln aufweisenDeutliche Angaben zu Temperatur/Verwendungszweck; keine unnötigen ZusatzstoffeÖko – biologische Abbaubarkeit; achten Sie auf die Kennzeichnung „BPA-/PFAS-frei“
Küchenzubehör aus Silikon – platinvernetztBackformen, Pfannenwender; Kontakt mit LebensmittelnZulässig bei Einhaltung der Anforderungen für den Kontakt mit Lebensmitteln und der MigrationsgrenzwerteWählen Sie Produkte mit der Angabe „platinvernetzt“; kein Geruch/Geschmack nach dem ErhitzenBedingt – achten Sie auf die LFGB-Kennzeichnung / Lebensmittelechtheit
Küchenzubehör aus Silikon – peroxidvernetztGünstigere Formen/Zubehör; Kontakt mit LebensmittelnZulässig, aber qualitativ unterschiedlichMöglicher Geruch/Geschmack; höheres Migrationsrisiko – überprüfen Sie die HerstellerangabenUnter bestimmten Voraussetzungen – bevorzugen Sie Produkte mit klarer Herkunft und Prüfungen
Menstruationstassen / Hygieneartikel (Silikon)Langfristiger Kontakt mit dem Körper/den SchleimhäutenKeine einheitlichen Materialvorschriften für den gesamten Markt; Anforderungen an Hygiene- und MedizinprodukteAchten Sie auf „Medical Grade“ und Biokompatibilitätstests; Transparenz des HerstellersUnter bestimmten Voraussetzungen – lange Lebensdauer reduziert Abfall
Schnuller / Beißringe aus SilikonKontakt mit der Mundhöhle von KindernMüssen die Sicherheitsanforderungen für Kinderprodukte erfüllenWählen Sie Produkte mit vollständigen Deklarationen, frei von BPA und unbestätigten ZusatzstoffenUnter Vorbehalt – überprüfen Sie die Konformität und die Dokumentation
„Silikonfreie“ Kosmetika (Alternativen)Haut- und HaarpflegeZulässig – abhängig von den alternativen InhaltsstoffenÜberprüfen Sie die vollständige INCI-Liste; Wirksamkeit und Verträglichkeit der ErsatzstoffeÖko – kürzere Inhaltsstofflisten, ohne D4/D5/D6

Silikonprodukte und Sicherheit – was du vor dem Kauf wissen solltest

Aus Silikon wird heute wirklich vieles hergestellt – von Küchenutensilien über Hygieneartikel bis hin zu medizinischem Zubehör. Produkte aus Silikon findest du im Fitnessstudio (in Form von Armbändern, Schutzpolstern), im Badezimmer (Menstruationstassen, Gesichtsbürsten) und sogar in Kinderzimmern – Schnuller oder Beißringe sind schließlich typische Silikonprodukte. Es scheint, als habe Silikon unseren Alltag erobert, vor allem weil es langlebig, elastisch und temperaturbeständig ist. Aber ist jedes Produkt aus diesem Material sicher? Nicht unbedingt. Es fehlen nach wie vor Vorschriften, die den gesamten Markt abdecken und klar festlegen, welche Silikonarten mit der Haut in Kontakt kommen dürfen und welche man besser meiden sollte, insbesondere bei Kindern oder Allergikern.

Einige Silikonprodukte können Weichmacher oder Substanzen enthalten, die sich unter hohen Temperaturen oder bei Feuchtigkeit freisetzen können. Deshalb lohnt es sich, solche Produkte zu wählen, die über Sicherheitszertifikate verfügen und für einen bestimmten Verwendungszweck bestimmt sind – nicht jedes Silikon ist für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet, und nicht jedes sollte in Hygieneartikeln verwendet werden. In vielen Fällen sind ökologische Lösungen die vernünftigere und umweltfreundlichere Wahl – statt Silikonformen sollte man beispielsweise auf Backformen aus Papier zurückzugreifen und statt Plastikgeschirr für ein Picknick oder ein Treffen im Garten ökologisches Einweggeschirr zu wählen, das nicht nur sicher ist, sondern auch für Ordnung in der Küche sorgt. Denke daran: Der beste Schutz in diesem Dschungel von Angeboten ist Wissen – und das Bewusstsein, dass das, was „gesund“ und „ökologisch“ aussieht, nicht immer den Erwartungen entspricht, wenn man es genauer betrachtet.

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