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Polylactid (PLA) – ein Biokunststoff, der sich lohnt!

2026-01-23

Guten Morgen allerseits! Der heutige Beitrag widmet sich ganz dem Thema PLA – einem Kunststoff, der umgangssprachlich als Biokunststoff oder Ökokunststoff bezeichnet wird. Diese Assoziation ist aufgrund des fast identischen Aussehens zwar zutreffend, aber gleichzeitig negativ, denn es ist kein Geheimnis, dass Kunststoff schädlich für die Umwelt und auch für unsere Gesundheit ist. In diesem Artikel erklären wir, warum die Assoziation mit Kunststoff für PLA ungerecht ist, woraus Polylactid gewonnen wird, welchen Einfluss es auf die Umwelt hat und welche Eigenschaften Produkte aus diesem Material aufweisen. Herzlich willkommen!

Polylactid – was ist das?

Kommen wir gleich zum Kern der Sache, nämlich dazu, was Polyactid (PLA) eigentlich ist. Es handelt sich um ein biologisch abbaubares Polymer, also einen Kunststoff, der durch einen Polymerisationsprozess entsteht. Es wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt – meist aus Maisstärke, Zuckerrohr oder anderen zuckerreichen Pflanzen –, was bedeutet, dass es nicht auf Erdöl basiert und als natürlichen Ursprungs gilt.

In der Praxis bedeutet dies, dass PLA ein echter Biokunststoff ist und kein synthetischer Kunststoff mit „Öko“-Zusätzen. Dieses Material entsteht aus Milchsäure, die durch die Fermentation pflanzlicher Rohstoffe gewonnen und anschließend in ein Polymer umgewandelt wird, dessen Gebrauchseigenschaften denen herkömmlicher Kunststoffe ähneln.

Einfach ausgedrückt lässt sich also sagen, dass Polylactid eine umweltfreundliche Alternative zu klassischem Kunststoff ist, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Seine Eigenschaften und die Art seiner Zersetzung hängen von den Bedingungen ab, unter denen es verwendet und entsorgt wird. Genau aus diesem Grund findet PLA zunehmend Anwendung in Bereichen, in denen bewusst auf die Verwendung von erdölbasiertem Kunststoff verzichtet wird, wie beispielsweise in der Gastronomie, im Catering oder bei Einwegverpackungen.

Wodurch unterscheidet sich Polylactid von herkömmlichen Kunststoffen?

Polylactid unterscheidet sich von klassischen Kunststoffen nicht nur im Namen, sondern vor allem in seiner Herkunft, Zusammensetzung und Umweltverträglichkeit. Genau diese Eigenschaften führen dazu, dass PLA zunehmend als Alternative zu Kunststoffen auf Basis fossiler Rohstoffe angesehen wird.

Zu den wichtigsten Eigenschaften von Polylactid, die es von herkömmlichen Kunststoffen unterscheiden, gehören unter anderem:

  • Herkunft aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen,

  • Freiheit von BPA, Phthalaten und anderen umstrittenen Zusatzstoffen,

  • geringere CO₂-Emissionen in der Produktionsphase,

  • die Möglichkeit der biologischen Abbaubarkeit unter industriellen Bedingungen.

Genau diese Eigenschaften führen dazu, dass PLA oft als „Öko-Kunststoff“ bezeichnet wird und immer mehr an Beliebtheit gewinnt, wo sowohl Funktionalität als auch ein verantwortungsbewussterer Umgang mit der Umwelt zählen.

Polylactid, also umweltfreundlicher Öko-Kunststoff

Kann Kunststoff umweltfreundlich sein? Im klassischen Sinne – eher nicht. Polylactid ist jedoch ein Material, das als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen entwickelt wurde, um die langfristige Belastung der Umwelt zu verringern, anstatt sie zu erhöhen. Unter geeigneten Bedingungen kann PLA zu einfacheren organischen Verbindungen abgebaut werden, anstatt Hunderte von Jahren in der Umwelt zu verbleiben.

Genau diese Eigenschaft führt dazu, dass Polylactid immer häufiger dort zum Einsatz kommt, wo Einwegprodukte kaum zu vermeiden sind und gleichzeitig ein verantwortungsbewussterer Umgang mit Verpackungsmaterialien gefragt ist.

Welche Vorteile bietet die Herstellung von Polylactid?

Dass PLA als umweltfreundlicherer Biokunststoff gilt, hängt nicht nur von seiner Art des Abbaus ab, sondern auch vom Herstellungsprozess selbst. Die Herstellung von Polylactid erfordert einen deutlich geringeren Verbrauch an fossilen Brennstoffen als die Produktion von Kunststoffen wie PET oder PP und basiert zudem auf nachwachsenden Rohstoffen, wodurch die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen verringert werden kann.

Von großer Bedeutung ist auch die Tatsache, dass die für die Herstellung von PLA verwendeten Rohstoffe aus Pflanzen stammen, die während ihres Wachstums:

  • Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen,

  • am natürlichen Kohlenstoffkreislauf teilnehmen,

  • zur Verringerung des CO₂-Fußabdrucks des gesamten Lebenszyklus des Materials beitragen.

In der Praxis bedeutet dies, dass Polylactid die Treibhausgasemissionen in der Produktionsphase tatsächlich reduzieren kann, was insbesondere in Branchen von Bedeutung ist, die große Mengen an Einwegverpackungen verbrauchen.

Zertifikate zur Bestätigung der Kompostierbarkeit von Biokunststoffprodukten

Bei Produkten aus Biokunststoff, darunter auch aus PLA, findet man meist zwei Kennzeichnungen: OK Compost Industrial und OK Compost Home. Das erste Kennzeichen gibt an, dass sich das betreffende Produkt nur in einer industriellen Kompostieranlage zersetzt, also an einem Ort, an dem hohe Temperaturen und geeignete Bedingungen herrschen. Das zweite Zeichen – OK Compost Home – bietet mehr Flexibilität, da es bedeutet, dass sich das Produkt auch im heimischen Komposter zersetzen kann.

Dank dieser Zertifikate lässt sich leichter erkennen, wie man ein bestimmtes Produkt nach Gebrauch richtig entsorgt. Beispielsweise können Säcke mit der Kennzeichnung „OK Compost Home“ zum Sammeln von Bioabfällen verwendet und zusammen mit ihrem Inhalt entsorgt werden, ohne dass man befürchten muss, dass sie dem Kompost schaden. Dies ist ein einfacher Hinweis, der dabei hilft, Abfälle besser zu trennen und unnötige Fehler zu vermeiden.

Polylactid – Eigenschaften des Biokunststoffs

Was lässt sich über die Eigenschaften von PLA sagen? Dieser Biokunststoff zeichnet sich vor allem durch seine biologische Abbaubarkeit unter geeigneten Bedingungen aus, wie bereits erwähnt. Diese Eigenschaft wurde unter anderem in Untersuchungen des Verpackungsforschungsinstituts COBRO bestätigt. Dies ist einer der entscheidenden Vorteile von Polylactid, wenn auch nicht der einzige, der für seine wachsende Beliebtheit im täglichen Gebrauch ausschlaggebend ist.

In der Praxis wird PLA auch wegen seiner Gebrauchseigenschaften geschätzt. Dieses Material:

  • beeinflusst weder den Geschmack noch den Geruch der darin aufbewahrten Lebensmittel,

  • behält seine Form und sein ästhetisches Aussehen gut bei,

  • eignet sich hervorragend für die Herstellung leichter und praktischer Verpackungen.

Dadurch gilt Polylactid als lebensmittelechtes Material und wird zunehmend in der Gastronomie eingesetzt, insbesondere dort, wo es auf die Kombination von Funktionalität, Ästhetik und einem verantwortungsbewussteren Umgang mit Verpackungen ankommt.

Wo bewährt sich Biokunststoff in der Praxis besonders gut?

Herkömmliches Polylactid wird bei relativ niedrigen Temperaturen weich, weshalb es sich nicht immer für sehr heiße Speisen oder Getränke eignet. In solchen Situationen kommt jedoch C-PLA zum Einsatz, eine modifizierte Version des Biokunststoffs mit erhöhter Temperaturbeständigkeit, die sogar bei Temperaturen von bis zu etwa 80–90 °C verwendet werden kann. Dadurch eignet sich dieses Material auch für warme Mahlzeiten und Speisen zum Mitnehmen.

In der Praxis bewähren sich PLA und C-PLA in der Gastronomie dort, wo Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund stehen. Dieses Material behält die von klassischen Kunststoffen bekannten Eigenschaften wie Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit bei und trägt gleichzeitig dazu bei, die langfristige Belastung der Umwelt durch Abfälle zu verringern, was es zu einer sinnvollen Alternative zu herkömmlichem Kunststoff im täglichen Gebrauch macht.

Polylactid – Einsatz von Biokunststoff in der Gastronomie

Biokunststoff wird, wie bereits erwähnt, gerne in Gastronomiebetrieben verschiedener Art eingesetzt. Immer mehr Restaurants, Kneipen oder Food Trucks bieten ihren Kunden Produkte aus PLA an, für die die bereits erwähnte biologische Abbaubarkeit spricht. Was wird derzeit aus PLA für die Gastronomie hergestellt?

Becher aus Biokunststoff

Einweg- und leichte   Becher aus Maismehl gehören zu den am häufigsten anzutreffenden Produkten, die man in den Regalen der Geschäfte sowie in Gastronomiebetrieben findet. Sie eignen sich hervorragend zum Servieren von kalten Getränken sowie als Ersatz für Eis- und Dessertschalen.

PLA-Gläser

Immer häufiger findet man auch Einweg- und biologisch abbaubare PLA-Schnapsgläser. Sie sind ein hervorragender Ersatz für Plastik- oder Glasgläser. Man kann sie z. B. bei Veranstaltungen im Freien verwenden.

Ökologische Saucenbehälter aus Polylactid

Ökologische Saucenbehälter aus Biokunststoff   findet man am häufigsten in Pizzerien und Food Trucks, wo Beilagen in Form von leckeren Dips serviert werden. Die kleinen Behälter ermöglichen eine bequeme Nutzung der Soße, deren Geschmack durch den Kontakt mit dem ökologischen Material in keiner Weise verändert wird.

Öko-Besteck aus PLA

Was wäre ein Restaurant, eine Kneipe, ein Lokal oder eine Bar ohne Besteck? Noch bis vor kurzem dominierten in solchen Lokalen Einwegmesser, -gabeln und -löffel aus Kunststoff. Heute wird glücklicherweise davon abgewichen und diese Produkte werden durch Besteck aus Polylactid ersetzt, das meist aus Maisstärke hergestellt wird. Dank ihrer Eigenschaften eignen sie sich sogar für die heißesten Speisen (sie sind temperaturbeständig bis zu 90 °C).   Einwegbesteck aus PLA   zeichnet sich durch seine Strapazierfähigkeit sowie seine Leichtigkeit aus, die für Komfort beim Essen sorgt.

Natürliche Verpackungen aus Polylactid

Heutzutage ist es sehr beliebt, Essen zum Mitnehmen zu kaufen. Dafür sind spezielle Behälter erforderlich, die einen problemlosen Transport der Mahlzeiten ermöglichen. Ein hervorragendes Beispiel für solche Produkte sind biologisch abbaubare Verpackungen aus PLA, in denen meist Salate, Sandwiches, Desserts oder Snacks verpackt werden.

Netz- und Einkaufstaschen aus Biokunststoff

Eine hervorragende Alternative zu Kunststoff sind auch vollständig kompostierbare Einkaufstüten aus Biokunststoff. Sie stehen den klassischen und damit schädlichen Plastiktüten in nichts nach, mit dem Unterschied, dass sie sich im Gegensatz zu diesen sogar im heimischen Komposter zersetzen, genau wie unsere mit dem OK COMPOST HOME-Zertifikat ausgezeichneten Säcke.

Bist du neugierig, wie Produkte aus Polylactid in Wirklichkeit aussehen? Besuchen Sie unseren   den Öko-Großhandel SlowPack – wir haben ein umfangreiches Angebot an Besteck, ökologischen Verpackungen, Bechern und anderen Accessoires aus Maismehl.

Häufig gestellte Fragen zu PLA

1. Ist PLA wirklich biologisch abbaubar?
Ja, aber nur unter geeigneten Bedingungen. Produkte aus PLA zersetzen sich in industriellen Kompostieranlagen, nicht in der Natur.

2. Können Produkte aus PLA in den Bioabfall geworfen werden?
Das hängt von den örtlichen Abfalltrennungsvorschriften und den vorhandenen Zertifikaten ab. Es lohnt sich immer zu prüfen, ob die jeweilige Anlage Biokunststoffe annimmt.

3. Ist PLA lebensmittelecht?
Ja, PLA ist geschmacks- und geruchsneutral und enthält weder BPA noch Phthalate. Deshalb wird es gerne in der Gastronomie verwendet.

4. Ist PLA für heiße Speisen geeignet?
Klassisches PLA nicht, aber seine verstärkte Version – C-PLA – eignet sich für warme Speisen und hält Temperaturen von bis zu ca. 80–90 °C stand.

5. Ist PLA eine bessere Wahl als herkömmlicher Kunststoff?
In vielen Anwendungsbereichen ja, insbesondere dort, wo Einwegverpackungen unvermeidbar sind. Voraussetzung ist jedoch eine bewusste Nutzung und ordnungsgemäße Entsorgung.

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