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Biologische Abbaubarkeit – was ist das, durch welches Zeichen wird sie gekennzeichnet und welche Kunststoffe sind biologisch abbaubar?

2024-06-06

Biologische Abbaubarkeit ist zu einem zentralen Thema im Kampf für den Umweltschutz geworden – immer mehr Produkte, die als biologisch abbaubar beworben werden, kommen auf den Markt. Was genau bedeutet dieser Begriff? Woran erkennt man Produkte, die tatsächlich biologisch abbaubar sind? In diesem Artikel erklären wir dir alles.

 

Was ist biologischer Abbau? Definition dieses Phänomens

Biologischer Abbau ist ein natürlicher Prozess der Zersetzung organischer Stoffe, der von Bakterien, Pilzen, Protozoen und Strahlenpilzen durchgeführt wird. Dieser Prozess führt zur Zersetzung komplexer chemischer Verbindungen in einfachere Substanzen, die vom Ökosystem wiederverwertet werden können. Er ermöglicht den natürlichen Kreislauf der Erneuerung organischer Stoffe und reduziert so die Menge an Abfällen, die Hunderte oder Tausende von Jahren in der Umwelt verbleiben können. Der biologische Abbau kann unter verschiedenen Umweltbedingungen stattfinden, darunter in Gegenwart von Sauerstoff (aerobe Zersetzung) oder in Abwesenheit von Sauerstoff (anaerobe Zersetzung).

 

 

50 Stück biologisch abbaubare PLA-Tragetaschen   28+14 x 48 cm   sind ein hervorragendes Beispiel für ein Produkt, das vollständig in einfachere Substanzen zerfällt.

 

 

Wir erklären, was biologischer Abbau ist

Was ist die biologische Abbaubarkeit von Abfällen? Wie du bereits weißt, handelt es sich um einen komplexen Prozess, der eine Reihe chemischer und biologischer Reaktionen umfasst, die in Gegenwart von Mikroorganismen ablaufen. Ein entscheidender Schritt ist dabei die Wirkung der von ihnen produzierten Enzyme, die lange Polymerketten in kleinere, besser verwertbare Moleküle zerlegen. Dieser Prozess kann durch Umweltfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoffgehalt und Lichteinfall unterstützt werden. Unter kontrollierten Bedingungen, wie beispielsweise in industriellen Kompostieranlagen, wird der biologische Abbauprozess entsprechend optimiert und beschleunigt.

In der Praxis beginnt die biologische Abbaubarkeit mit der Fragmentierung des Materials, also der physikalischen Zerkleinerung in kleinere Teile. Anschließend beginnen die von Mikroorganismen abgesonderten Enzyme, die Polymere in Monomere zu zerlegen, die dann von den Mikroorganismen als Energie- und Nährstoffquelle genutzt werden. Die letzte Stufe ist die Mineralisierung, bei der die verbleibenden organischen Verbindungen in einfache anorganische Substanzen wie Kohlendioxid, Methan, Wasser und Mineralsalze umgewandelt werden.

 

Warum sind Kunststoffe nicht biologisch abbaubar?

Herkömmliche Kunststoffe wie Polyethylen, Polypropylen oder PVC werden aus synthetischen Polymeren hergestellt, die sich durch eine äußerst beständige und stabile chemische Struktur auszeichnen. Diese langen Polymerketten lassen sich von den natürlichen Enzymen, die von Mikroorganismen produziert werden, nur schwer aufspalten, was den biologischen Abbau solcher Materialien extrem langsam oder sogar unmöglich macht. Darüber hinaus enthalten viele Kunststoffe chemische Zusätze wie Weichmacher, Stabilisatoren oder Pigmente, die giftig sein und das Wachstum der für den biologischen Abbau verantwortlichen Mikroorganismen hemmen können. Nicht zu vernachlässigen sind auch die wasserabweisenden Oberflächen von Kunststoffen, die den Mikroorganismen den Zugang zum Material erschweren.  

 

 

Nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch… essbar!  100 Stück Teller aus Kleie mit einem Durchmesser von 20 cm sind eine Möglichkeit, Gäste auf umweltfreundliche Weise zu begeistern.

 

 

Das Bioabbaubarkeitssymbol – daran erkennst du biologisch abbaubare Produkte

Hersteller verwenden verschiedene Symbole für „biologisch abbaubar“. Auf den Produkten können z. B. die Aufschrift „Bio“ oder drei grüne Blätter zu sehen sein. Es lohnt sich, nach standardisierten Kennzeichnungen Ausschau zu halten, insbesondere nach der von DIN CERTCO (Deutsches Institut für Normung) vergebenen. Es handelt sich um ein charakteristisches schwarz-weißes Band mit einem Blatt, das du auf vielen Verpackungen oder biologisch abbaubaren Produkten im SlowPack-Großhandel finden kannst, wie z. B.   ökologische Strohhalme oder   ökologische Becher aus PLA-Material.

 

Biologisch abbaubare Abfälle – was gehört in den Biomüll?

Biologisch abbaubare Abfälle, auch Bioabfälle genannt, sind organische Materialien, die unter dem Einfluss von Mikroorganismen auf natürliche Weise zerfallen. Zu dieser Art von Abfällen gehören unter anderem Obst- und Gemüseschalen, Pflanzenreste, Eierschalen, Kaffee- und Teesatz sowie abgelaufenes Obst und Gemüse. Man sollte bedenken, dass nicht alles, was organisch erscheint, in den Bioabfallbehälter gehört. Dort dürfen beispielsweise kein Fleisch, keine Wurstwaren, keine Knochen, keine tierischen Fette, keine pflanzlichen Öle, keine Medikamente und kein imprägniertes Holz entsorgt werden. Interessanterweise können auch ökologische Einweggeschirre in die Bio-Tonne geworfen werden, natürlich unter der Voraussetzung, dass sie unter häuslichen Bedingungen kompostierbar sind, wie z. B. viele der Produkte, die Sie in unserem Großhandel für ökologische Verpackungen finden.

Die Lagerung biologisch abbaubarer Abfälle erfordert geeignete Methoden. Die beste Lösung ist die Verwendung von kompostierbaren Säcken, die sich genauso schnell zersetzen wie ihr Inhalt (z. B. Säcke aus Maisstärke). Plastiktüten oder sogar biologisch abbaubare, aber nicht kompostierbare Tüten sind für den Bioabfallbehälter nicht geeignet.

 

50 Stück PLA-Becher Green Tree 350 ml, Durchmesser 96 mm   sind ein Beispiel für Produkte, die unter industriellen Bedingungen biologisch abbaubar sind.

 

 

Eigenschaften biologisch abbaubarer Kunststoffe. Wodurch zeichnen sie sich aus?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffen, die in der Umwelt Hunderte oder sogar Tausende von Jahren überdauern können, zersetzen sich biologisch abbaubare Kunststoffe in wesentlich kürzerer Zeit und wandeln sich in einfache, harmlose Substanzen wie Kohlendioxid, Wasser und Biomasse um. Dieser Prozess kann unter verschiedenen Bedingungen ablaufen, sowohl unter aeroben als auch unter anaeroben Bedingungen.

Viele dieser Kunststoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke, Zellulose, Polylactid (PLA) oder anderen Biopolymeren hergestellt. Dadurch sind sie nicht nur leichter abbaubar, sondern ihre Herstellung ist auch umweltfreundlicher – sie verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und reduziert die Treibhausgasemissionen.

Bewusste Konsumentscheidungen können den Zustand unseres Planeten erheblich beeinflussen. Durch die Wahl biologisch abbaubarer Produkte und Verpackungen unterstützen Sie Prozesse, die die negativen Auswirkungen von Abfällen auf die Umwelt minimieren. Biologisch abbaubare Kunststoffe wie thermoplastische Stärke oder Polymere aus natürlichen Rohstoffen sind ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Denken Sie daran, dass jeder kleine Schritt in Richtung umweltfreundlicher Lösungen zum Schutz unseres Planeten für zukünftige Generationen beiträgt! Treffen Sie kluge Entscheidungen, trennen Sie Ihren Abfall und schützen Sie die Umwelt – und haben Sie dabei echte Freude daran.

 

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